W.E.G. - Wertkritische Emanzipatorische Gegenbewegung

WAS IST DAS PROJEKT W.E.G.?
WOZU MACHEN WIR DAS?

Das Projekt W.E.G. (Wertkritische Emanzipatorische Gegenbewegung) ist im Herbst 2003 entstanden.

Selbsthilfe und soziale Bewegung

Die ökonomische, ökologische und soziale Krise der westlichen Marktwirtschaft hat auch die „reichen“ Kernländer erreicht. Weltweit wächst die Ratlosigkeit. Zugleich wächst die Unzufriedenheit mit einer Lebensweise, in der Leben nur ein von Ausrottung bedrohtes Nebenprodukt des Geldmachens ist.

Was wir tun wollen, ist Selbsthilfe. Es soll ein Beitrag zur Überwindung der Ratlosigkeit sein. Ein Beitrag vor allem auch für das Zustandekommen einer sozialen Bewegung, die sich durch Vernetzung mit Experimenten und durch geistige Auseinandersetzung neu orientiert. Nur eine solche Bewegung kann herausfinden, was alles und wie es zu ändern ist. Nur sie kann diese Änderungen auch durchsetzen. Damit ein gutes Leben für alle Menschen möglich wird.

Markt, Arbeit, Geld und Ware, kurz: Kaufen und (sich) verkaufen sind grundlegende Organisationsprinzipien unserer Gesellschaft. Der Staat schaut darauf, dass das alles auch im Niedergang so bleibt. Diese Prinzipien sind heute (endgültig) zu negativen Kräften geworden. Sie führen immer mehr Menschen in Isolation, Verelendung und Unterdrückung. Sie zerstören unsere Lebensgrundlagen.

Wir suchen den Ausweg jenseits dieser Prinzipien. Wir wollen eine freie Vereinigung und Kooperation von Menschen, die nicht tauschen, sondern teilen, nicht konkurrieren, sondern zusammenhelfen. Dabei gehen wir von den sozialen, geistigen und materiellen Bedürfnissen, die wir hier und jetzt einbringen wollen, aus. Was wir angehen, ist ein Experiment; ein gemeinsamer Lernprozess.

Was wollen wir tun?

Wer die Überwindung der kapitalistischen Produktionsweise ernst nimmt und staatliche Machtergreifung als nicht zielführend ablehnt, muss konkrete Schritte setzen. Gesellschaftliche Umgestaltung kann aber nicht von heute auf morgen passieren. So etwas braucht Zeit und Achtsamkeit, Versuch und auch Irrtum. Sicher wissen wir derzeit nur, was wir nicht wollen: Arbeit, Geld, Warentausch und Staatsmacht, Sexismus, Rassismus und Naturzerstörung – die Misere des modernen Patriarchats.

Fürs Erste fassen wir drei Dinge ins Auge:

- einige Dinge, die wir brauchen, gemeinsam herzustellen und nach individuellem Bedarf untereinander zu verteilen.

- gewisse materielle Ressourcen, die wir individuell besitzen, wie Werkzeuge, Maschinen, Autos gemeinsam zu nutzen.

- unsere handwerklichen, künstlerischen und intellektuellen Fähigkeiten einander zur Verfügung zu stellen.

Unser Projekt steht allen offen, die sich beteiligen möchten. Es kommt voran durch Erfahrung und Reflexion, durch die eigenen Versuche und die Kooperation mit anderen. Bei uns soll niemand überstimmt werden, sondern es wird das versucht und durchgeführt, wozu sich Menschen nach unseren Beratungen bereitfinden.

Staat und Wirtschaft haben nahezu alle Ressourcen und geistigen Fähigkeiten für Profit- und Geldvermehrung monopolisiert und vergiften damit das Denken, das Fühlen und die Körper der Menschen und überhaupt alles Leben auf der Welt. Erst in der Auseinandersetzung mit und im Kampf gegen diese Zumutungen können wir klären, was ein gutes Leben ist und der Maschine der Verwertung abringen, was wir dafür brauchen – bis Profit und Geld samt allen ihren Institutionen verschwunden sind.

Unser Projekt soll ein Beitrag sein für eine globale soziale Bewegung, die sich dieses Ziel setzt.

DIE TRANSFORMATION SIND WIR!